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Erweiterungs- und Neubau für Rechenzentrum Strausberg

Zur Verbesserung der Infrastruktur und um die gestiegenen IT – Forderungen bezüglich Sicherheit und Serverkapazität zu gewährleisten, wurde am Standort Strausberg ein neuer Gebäudekomplex für das Rechenzentrum der Bundeswehr errichtet. Der Gebäudekomplex besteht aus Bürogebäude, Maschinenräumen (Serverräumen) des Rechenzentrums und einer Energiezentrale. Dieser wurde am Freitag, den 29.07.2011 feierlich eingeweiht und in Betrieb genommen.

 

Einweihung Rechenzentrum Strausberg, 29.07.2011Zum Video

Einweihung Rechenzentrum Strausberg 29.07.2011

Quelle/Urheber: Rätzel & Ziebel GbR
Film-Fersehproduktion Rätzel.2011
www.strausberg.tv www.oderland.tv

 

Das Ingenieurbüro B.A.C. Dr. Barleben GmbH hat den Auftrag zur Planung und Bauüberwachung aller technikrelevanten Gewerke/Kostengruppen vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) erhalten.

Die Gesamtbauzeit von ca. 2,5 Jahren beinhaltet eine reine Bauzeit von 9 Monaten für die technikrelevanten Kostengruppen (Wärme- und Kältetechnik, Sanitärtechnik, Elektrotechnik sowohl Stark- als auch Schwachstromseitig, Gebäudeautomation, IT – Technik). Von den insgesamt ca. 18 Mio Euro Baukosten entfallen ca. 12,8 Mio Euro auf diese technikrelevanten Anteile.

Zur Energieerzeugung wurden in der Energiezentrale fünf BHKW Module mit einer Gesamtleistung von 2.800 kW / 2.500 kW (thermisch/elektrisch) installiert. Mit diesem Konzept der Kraft-Wärme Kopplung wird einerseits die benötigte elektrische Energie des Rechenzentrums zu ca. 90 % bereitgestellt und gleichzeitig die zur Kälteerzeugung über Absorptionskältemaschinen benötigte Wärme erzeugt. Ergänzt wird die Wärmeerzeugung von einem 900 kW Kessel mit Zweistofffeuerung.

Von den wärmetechnisch installierten 3.700 kW werden ca. 2.500 kW benötigt, so dass noch 1.200 kW für Redundanzzwecke bereitgehalten werden.

Zur Kälteerzeugung sind neben drei Absorptionskältemaschinen mit je 600 kW zusätzlich zwei Kompressionskältemaschinen mit je 600 kW vorhanden. Von der so installierten Kälteleistung von 3.000 kW werden 1.800 kW benötigt, so dass 1.200 kW für Redundanzwecke bereit stehen.

Das erzeugte Kaltwasser wird über zwei 100 m³ Pufferspeicher geleitet, so dass eine ausreichende Versorgung für ca. 30 min auch bei einem unwahrscheinlichen Totalausfall der gesamten Kälteerzeugung abgesichert ist.

Der bereits erwähnte 900 kW Kessel glättet die Vorlauftemperatur im Normalbetrieb und erzeugt bei Gasausfall über die dann benötigte Ölfeuerung Wärme für eine Absorptionskältemaschine. Diese wird, neben zwei Kompressionskältemaschinen, für diesen wenn auch unwahrscheinlichen Betriebsfall zur Kältebereitstellung für das Rechenzentrum benötigt.

Elektroseitig wird die unterbrechungsfreie Versorgung aller wesentlichen Komponenten über eine redundante USV Anlage mit 2 x 2.200 kVA (2 x 1.600 kW) für 10 min sichergestellt. Die erforderlichen Batterieanlagen wurden in zwei getrennten Räumen aufgestellt.

Zur Stromergänzung und zur Übernahme der elektrischen Last bei Gasausfall sind zwei Trafoanlagen mit 2 x 1.600 kVA installiert.

Die jeweiligen notwendigen Wartungsarbeiten im Rechenzentrum können durch automatische Umschalteinrichtungen zwischen zwei getrennten Stromschienen abgesichert werden.

Ein Inselbetrieb ohne Versorgung mit Elektroenergie aus dem Landesnetz ist möglich, da bilanztechnisch die vorhandene Netzersatzanlage des Bestandsrechenzentrums mit zur Stromversorgung herangezogen wird.

Zur Absicherung der Funktion der wesentlichen Komponenten sind Lüftungsanlagen mit ca. 120.000,00 m³/h (für BHKW, USV, Batterieräume, Innenliegende Elektroräume) installiert worden. Die Maschinenräume des Rechenzentrums werden zusätzlich mit Umluftkühlgeräten mit Befeuchtung gekühlt. Die Gesamtluftmenge der sechs installierten Geräte beträgt zusätzliche 120.000 m³/h. Die Planung der passiven Racktechnik, der Brandmeldeanlage (BMA) einschließlich Rauchansaugsystem (RAS) , der Zutrittskontrolle und Einbruchmeldeanlage sowie der in den Maschinenräumen zur Brandvermeidung installierten Sauerstoffreductionsanlage erfolgte ebenfalls durch unser Büro. (BAC)

 

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